Raynaud-Phänomen

Es handelt sich um eine Durchblutungsstörung, die durch Kältereize und psychischen Stress auslösbar ist. Ursache ist ein rückbildungsfähiger Krampf in den Fingerarterien. Manchmal sind auch die Arterien der Zehen und auch der Nase und der Ohren betroffen. Anfallsartig treten zunächst weiße, dann bläuliche und schließlich rötliche Verfärbungen der Finger und Zehen auf.

Bei bestimmten Berufsgruppen finden sich besonders häufig Raynaud-Anfälle. Gefährdet sind vor allem Personen, die mit vibrierenden Werkzeugen wie Presslufthammer, Elektro- und Motorsäge und Schlagbohrmaschine arbeiten.

Leider ist eine ursächliche (kausale) Behandlung der Fingerdurchblutungsstörungen noch nicht möglich, da die genauen Mechanismen, die zu dieser Durchblutungsstörung führen, noch nicht bekannt sind. Umso wichtiger ist das Vorbeugen und Beherzigen der hier empfohlenen Allgemeinmaßnahmen.

Das sogenannte Raynaud-Phänomen ist in den meisten Fällen lästig, aber harmlos. Dennoch sollte jede Patientin und jeder Patient mit diesem Krankheitssyndrom in größeren Abständen gründlich untersucht werden, weil es auch ein Erstsymptom einer ernsthaften anderen Krankheit (z. B. Autoimmunerkrankungen) sein kann.